Wir öffnen wieder die Datei mit dem
undezimierten Polygonobjekt, um daraus eine Modellform zu gewinnen, die mit
weniger Problemen in ein CAD-System überführt werden kann. Das Zauberwort dafür
heißt Shape-Phase
(Shape=Form):
Mit der Funktion Bearbeiten
> Phase > Shape-Phase
konvertiert man
das Polygon-Objekt in ein Shape-Objekt:

Ein Shape-Objekt kann zusätzlich zu den Dreiecken des Polygon-Objekts Freiform-Flächen besitzen. Über die zugehörigen, nun verfügbaren Menüfunktionen ist man in der Lage, die Form des Objekts qualifiziert zu bearbeiten.
Flächen existieren
jedoch erst, wenn man sie z.B. über die Funktion Konturen >
Oberfläche erzeugen
generiert hat. Dies ist für den Anfänger die einfachste Methode, um Flächen zu
erzeugen. Die Möglichkeiten der Steuerung dieser Generierung sind überschaubar:
Komplexität der Geometrie:
Einfach = wenige Löcher, Kanten und andere Details
Komplex = viele geometrische Details
Die Kappe besitzt eher eine einfache Geometrie!
Oberflächen-Details:
Min = alles schön geschwungen
Max = viele scharfe Konturen
Die Kappe besitzt in ihrer idealen Form relativ wenige Oberflächendetails.
Die Anzahl der generierten Flächen wird im Beispiel ausschließlich von der angenommenen Geometrie-Komplexität bestimmt. Die beiden extremen Resultate nach dem Anwenden werden im folgenden im Vergleich gezeigt:

Da uns zum Schluss das ideale CAD-Modell mit seinen Nennwerten interessiert, ist das Minimal-Modell sicher ausreichend. Mit einer größeren Flächenzahl werden die Messfehler nur deutlicher angebildet! Sind wir mit der generierten Oberfläche zufrieden, quittieren wir den Dialog mit OK.
Bei den generierten Flächen handelt es sich um NURBS-Flächen, die man durch zusätzliches Anzeigen ihrer Ränder visualisieren kann:

Jede NURBS-Fläche ist zwischen vier Eckpunkten aufgespannt. Die einzelnen Flächen gehen stetig differenzierbar ineinander über.
Den aktuellen Zustand unserer Scan-Daten speichern wir wieder unter einem neuen Datei-Namen.
Mit diesem Übungsabschnitt haben wir
den Übergang von der Polygon-Phase in die Shape-Phase vollzogen. Die generierten
Freiform-Flächen sollten im Sinne der Zielstellung für das CAD-Modell möglichst gut die Oberflächen-Eigenschaften des
Mess-Objektes abbilden.