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Technische Universität
Dresden |
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Forschungsschwerpunkt Vorentwicklung innovativer Medizingeräte
Beispiele:
Automatisches Injektionsgerät für
Insulin mit wechselbarem Fluidikteil und wiederverwendbarem
Elektronikteil Diabetes mellitus ist eine Stoffwechsel- und Regulationsstörung und führt zu einer Überzuckerung des Blutes. Allein in Deutschland sind mehr als 6 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Bis heute kann man Diabetes mellitus nur durch die Umstellung der Lebensweise, der Gabe von Insulin oder zur Insulinausschüttung anregender Medikamente behandeln. Für die Injektion von Insulin kommen in Deutschland hauptsächlich Insulinpens zum Einsatz. Mit diesen stiftförmigen Dosiergeräten kann sich der Patient das Insulin schnell und diskret injizieren. Insulinpens sind eine Weiterentwicklung der Insulinspritze und bestehen aus einer Dosiermechanik und einer mit Insulin vorbefüllten Glasampulle. Aufgrund der relativ komplexen Bauweise treten vor allem bei wiederverwendbaren Insulinpens häufig Probleme bei dem Ampullenwechsel und der Bedienung der Dosiermechanik auf. Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit einem namhaften Industriepartner wurde ein automatischer Insulinpen entwickelt. Dieses Gerät basiert auf einer innovativen, von manuellen Injektionsgeräten abweichenden Funktionsstruktur und besteht aus einem kostengünstigen Einweg-Fluidikteil zum Fördern und Injizieren des Insulins sowie einem wiederverwendbaren Elektronikteil zur Aufnahme der kostenintensiven Komponenten wie der Elektronik und der Energieversorgung.
Kieferorthopädische Apparatur zur
forcierten Gaumennahterweiterung eines Schmalkiefers
Häufig leiden Kinder aber auch Erwachsene
unter Zahnfehlstellungen, die durch einen zu engen Oberkiefer
hervorgerufen werden. Infolgedessen verschlechtert sich die Ästhetik des
Patienten und es können Nasenatmungsprobleme sowie eine erhöhte
Infektions-anfälligkeit der Atemwege auftreten.
Als ein wirksames Therapieverfahren hat
sich die Methode der forcierten Gaumennaht-erweiterung des Oberkiefer
etabliert. Dafür existiert eine große Anzahl von kiefer-orthopädischen
Apparaturen, die direkt an den Zähnen oder am Gaumenknochen verankert
werden. In der Poliklinik für Kieferorthopädie (Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus in Dresden) wird seit längerer Zeit sehr erfolgreich
eine Apparatur verwendet, die auf einer Seite durch ein Titanimplantat
und auf der anderen Seite durch eine Knochenschraube am
Oberkieferknochen fixiert wird. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde
gemeinsam mit der Poliklinik für Kieferorthopädie die bestehende
Apparatur optimiert. Mit der Integration eines zusätzlichen Gelenkes mit
vier Freiheitsgraden ist nun eine einfache Anpassung der Vorrichtung an
den Kiefer des Patienten während der Operation möglich. Die Apparatur
wurde umfangreichen Belastungstest unterzogen und schon erfolgreich bei
Therapie eines Patienten eingesetzt.
Bisherige Apparatur erfordert eine
zeit-aufwendige Anpassung an den Oberkiefer
Optimierte Apparatur mit einem
zusätzlichen Gelenk ermöglicht ein einfaches Einsetzen |
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Letzte Änderung: 07.01.2009 |
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